Mastküken richtig halten

Allgemein

Die Aufzucht von Mastküken ist anspruchsvoller und erfordert viel Betreuung. Mastküken wachsen schnell und sind nach einigen Wochen bereits schlachtreif. Daher empfehlen wir Mastküken ausschliesslich für Landwirtschaftsbetriebe (für private Hobbyhaltung nicht geeignet).

Stall

Der Stall sollte gut isoliert und heizbar sein. Auch der Boden soll warm sein und bodendeckend eingestreut. Die Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung müssen eingehalten werden. Der Stall sollte gut vor Eindringlingen wie Fuchs und Marder geschützt sein.

Heizung

Da Küken ihren Wärmehaushalt noch nicht selbst regulieren können, muss geheizt werden. Bei der Einstallung sollte es im Kükenbereich 33-34°C warm sein. Danach kann die Temperatur laufend abgesenkt werden, pro Woche um 2-3°C, bis mit fünf Wochen alt 20°C erreicht sind. Gewähren Sie den Mastpoulets frühestens in der vierten Alterswoche bei Aussentemperaturen von über 13°C Auslauf zum Aussenklimabereich.

Futter

Verwenden Sie in den ersten zwei Wochen ein «Futter für Mastküken» ein, und ab der dritten Woche bis zur Schlachtreife ein «Futter für Masthühner». Für konventionelle Betriebe empfehlen wir dringend ein Futter mit Kokzidiostatika zu verwenden, um die Poulets gegen Kokzidiose zu schützen.
Futter für Mastpoulets erhalten Sie im Agrarhandel.

Wasser

Das Wasser für die Küken muss Trinkwasserqualität haben. Insbesondere in den ersten beiden Wochen sollte es handwarm sein. Stellen Sie sicher, dass die Tränken sauber sind und regelmässig ausgespült werden.

Impfungen

Unsere konventionellen Mastküken werden standardmässig nicht geimpft, da dies in der Regel nicht nötig ist. Wir haben jedoch die Möglichkeit sie in der Brüterei gegen Marek, Gumboro und Kokzidiose zu impfen. Wenn Sie dies wünschen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Unsere Bio-Mastküken sind standardmässig gegen Kokzidiose und Marek geimpft. Damit sind sie auch bei der längeren notwendigen Mastdauer gegen diese Krankheiten geschützt. Ausserdem ermöglicht die Kokzidioseimpfung den Einsatz von Bio-Mastfutter ohne Kokzidiostatika.

Gesundheit

Sorgen Sie dafür, dass die Tiere stets trockene Einstreu haben, und stimmen Sie die Temperatur, das Futter sowie die Höhe der Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen optimal auf das Alter der Mastpoulets ab. Abgänge von 1 – 3% über die gesamte Mastdauer sind normal.
Werden erhöhte Anfangsabgänge in der ersten Woche festgestellt, ist das meist auf E.coli-Bakterien zurückzuführen. Hier kann die Zugabe von Oregano-Produkten ins Trinkwasser, wie «Dosto-Liquid» oder «Orego-Stim», unterstützend Abhilfe leisten. Für die Verdauung unterstützend kann es helfen, das Trinkwasser mit 1% Apfelessig zu verdünnen. Bei Problemen ist es ratsam tierärztliche Hilfe beizuziehen.

Achtung Raubvögel bei Weideauslauf

Mastpoulets auf der Weide sind eine leichte Beute für Raubvögel. Sofern Sie die Tiere in eine Weide lassen, strukturieren Sie diese so, dass die Tiere viele Versteck- und Schattenmöglichkeiten haben. Nichtsdestotrotz müssen Sie bei Auslauf in eine nicht überdeckten Weide mit Verlusten durch Raubvögel rechnen.


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